Zuffenhausen macht ernst: Der Porsche Cayenne, seit Jahrzehnten der Inbegriff des sportlichen Familien-SUV, vollzieht im März 2026 den endgültigen Schritt ins Elektro-Zeitalter. Wir haben alle Daten, Fakten und ersten Testeindrücke zum neuen Flaggschiff der PPE-Plattform.
Lange wurde spekuliert, nun rollt er endlich zu den Händlern: Der vierte Cayenne ist erstmals rein elektrisch. Während der Vorgänger als Verbrenner und Hybrid vorerst parallel weiterläuft, markiert der „Cayenne Electric“ die technische Speerspitze von Porsche. Er ist nicht nur der stärkste Cayenne aller Zeiten, sondern setzt auch beim Laden neue Maßstäbe.
Das Design: Evolution statt Revolution
Optisch bleibt der Cayenne Electric seinen Wurzeln treu, wirkt aber deutlich „gespannter“. Mit einer Länge von 4,985 Metern und einem um 13 cm gewachsenen Radstand (3,023 Meter) steht er massiv auf der Straße. Auffällig: Die neuen Matrix-LED-Hauptscheinwerfer sind nun schmaler und die Heckpartie wird von einem durchgehenden Leuchtenband mit beleuchtetem Porsche-Schriftzug dominiert.



Die Technik: Zahlen, die beeindrucken
Porsche nutzt für den Cayenne die gemeinsam mit Audi entwickelte PPE-Architektur (Premium Platform Electric), bohrt diese aber für maximale Performance auf.
| Feature | Cayenne Electric (Basis) | Cayenne Turbo Electric |
| Leistung (Overboost) | 325 kW (442 PS) | 850 kW (1.156 PS) |
| Drehmoment | 835 Nm | 1.500 Nm |
| 0–100 km/h | 4,8 Sek. | 2,5 Sek. |
| Höchstgeschwindigkeit | 230 km/h | 260 km/h |
| Batterie (netto) | 108 kWh (113 kWh brutto) | 108 kWh |
| Reichweite (WLTP) | bis 642 km | bis 623 km |
| Max. Ladeleistung | 390 kW | 390 kW |
Laden: In der Zeit eines Espresso von 10 auf 80 %
Das Highlight ist das 800-Volt-System. An entsprechenden High-Power-Chargern lädt der Cayenne mit bis zu 390 kW. Das bedeutet: In nur 16 Minuten ist der riesige Akku von 10 % auf 80 % gefüllt. Weltneuheit: Porsche führt mit dem Cayenne Electric optionales induktives Laden ein. Über eine Bodenplatte in der heimischen Garage lädt das SUV mit 11 kW – ganz ohne Kabel.



Fahren & Alltag: Das „Active Ride“ Wunder
Erste Testfahrten zeigen: Trotz eines Leergewichts von rund 2,6 Tonnen fühlt sich der Cayenne fast wie ein Elfer an. Das liegt vor allem am optionalen Porsche Active Ride Fahrwerk. Es gleicht Nick- und Wankbewegungen so perfekt aus, dass sich das Auto beim Beschleunigen nicht hinten absenkt und beim Bremsen nicht vorne eintaucht.
Alltagstauglichkeit:
- Stauraum: Ein riesiger Kofferraum von 781 Litern hinten plus ein 90-Liter-Frunk unter der Fronthaube.
- Anhängelast: Er bleibt ein echtes Arbeitstier und zieht bis zu 3,5 Tonnen (mit Offroad-Paket).
- Interieur: Das „Porsche Driver Experience“ Cockpit bietet ein gebogenes 14,25-Zoll-Display und ein optionales Beifahrerdisplay, auf dem während der Fahrt gestreamt werden kann.
Wo wird er gebaut?
Der Cayenne Electric läuft im Volkswagen-Werk in Bratislava (Slowakei) vom Band. Dort wird er hochflexibel auf einer Linie mit den Verbrenner- und Hybrid-Varianten gefertigt. Die Batteriemodule stammen aus dem neuen Porsche Smart Battery Shop im nahegelegenen Horná Streda.



Preise & Ausstattung
Qualität und Leistung haben ihren Preis. In Deutschland startet die Preisliste wie folgt:
- Cayenne Electric: ab 105.200 €
- Cayenne S Electric: ab ca. 126.400 €
- Cayenne Turbo Electric: ab 165.500 €
Zur Serienausstattung gehören bereits die adaptive Luftfederung, 20-Zoll-Räder und das ParkAssistent-System inklusive Surround View. Die Aufpreisliste ist jedoch Porsche-typisch lang (und teuer).
Fazit: Die neue Benchmark
Der Porsche Cayenne Electric 2026 ist derzeit das wohl kompletteste Elektro-SUV auf dem Markt. Er vereint extreme Performance (der Turbo lässt fast jeden Supersportwagen stehen) mit echtem Nutzwert und einer Ladetechnologie, die Reichweitenangst zum Fremdwort macht.
Pro:
- Phänomenale Ladeleistung (390 kW)
- Enormes Platzangebot & 3,5t Anhängelast
- Fahrwerkstechnologie (Active Ride) setzt Maßstäbe
Contra:
- Hohes Gewicht spürbar bei sehr engen Kehren
- Sehr hoher Preis und teure Optionen
- Design für manche eventuell zu „glatt“
Das Urteil: Wer das nötige Kleingeld hat, bekommt mit dem elektrischen Cayenne ein Fahrzeug, das den Spagat zwischen Rennstrecke, Familienurlaub und Baustelleneinsatz besser beherrscht als jeder andere Stromer.
© Text e-news.ch 2026 / © Bild Porsche 2026

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