Kia macht Ernst: Mit dem EV2 bringen die Koreaner ein Fahrzeug auf den Markt, das die preisliche Einstiegshürde der Elektromobilität massiv senken soll. Ab heute stehen die finalen Preise und Ausstattungen fest – und sie lassen die Konkurrenz aufhorchen. Wir haben alle Fakten zum neuen „Volks-Kia“.
Lange wurde spekuliert, nun ist die Katze aus dem Sack: Der Kia EV2 schlägt im heiß umkämpften B-Segment auf. Während viele Hersteller noch an der 25.000-Euro-Grenze knabbern, liefert Kia ein Gesamtpaket ab, das nicht nur über den Preis, sondern vor allem über die Ausstattung punkten will.
Design und Maße: Kompakt-SUV mit Raumwunder-Genen
Optisch orientiert sich der EV2 klar an seinen großen Brüdern EV3 und EV9. Das „Opposites United“-Design sorgt mit vertikalen LED-Leuchten und einer kantigen, fast schon futuristischen Silhouette für einen starken Auftritt. Trotz seiner kompakten Außenmaße bietet er durch den langen Radstand überraschend viel Platz im Innenraum.
| Merkmal | Daten des Kia EV2 |
| Länge | 4.060 mm |
| Breite | 1.800 mm |
| Höhe | 1.575 mm |
| Radstand | 2.565 mm |
| Kofferraum | 362 – 403 Liter (je nach Sitzkonfiguration) |
| Frunk (vorn) | 15 Liter (ideal für Ladekabel) |
Antrieb und Batterie: Zwei Optionen für jeden Bedarf
Kia setzt beim EV2 auf eine 400-Volt-Architektur (statt der teuren 800-Volt-Technik der größeren Modelle), was den günstigen Preis erst ermöglicht. Dennoch sind die Ladewerte für diese Klasse absolut konkurrenzfähig.
- Standard Range (LFP-Akku): Mit 42,2 kWh Kapazität zielt diese Version vor allem auf Pendler und Stadtfahrer ab. Die Reichweite liegt bei soliden 317 km (WLTP).
- Long Range (NCM-Akku): Wer mehr braucht, greift zur 61,0-kWh-Variante. Hier sind bis zu 453 km drin – ein Topwert im Segment.
An der Schnellladesäule (DC) benötigen beide Varianten knapp 30 Minuten, um von 10 % auf 80 % zu kommen. Erfreulich: Ein 11-kW-Onboard-Lader ist Serie, 22 kW sind optional verfügbar.
Das „Lockvogel-Angebot“? Was das Grundmodell „Light“ wirklich bietet
Der Einstiegspreis von 26.600 Euro bezieht sich auf die Ausstattungslinie Light. Oftmals sind Basismodelle „nackt“ – doch Kia geht hier einen anderen Weg.
Das ist im Basismodell „Light“ bereits enthalten:
- Dual-Display-Landschaft: Zwei 12,3 Zoll große Bildschirme für Instrumente und Infotainment (ccNC Lite).
- Smartphone-Integration: Kabelloses Apple CarPlay und Android Auto (da das bordeigene Navi in der Light-Version fehlt, ist dies die Standard-Lösung).
- Komfort: Klimaautomatik, Rückfahrkamera und Smart-Key (schlüsselloses Entriegeln).
- Sicherheit: Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion, LED-Scheinwerfer sowie Parksensoren vorn und hinten.
- Sitzkonzept: 5-Sitzer mit klassischer Rückbank.
Einschätzung: Das Basismodell ist kein Verzichtsobjekt. Wer ohnehin Google Maps oder Apple Karten zur Navigation nutzt, wird das fehlende Werks-Navi kaum vermissen. Die Sicherheitsausstattung ist für diese Preisklasse vorbildlich.
Die höheren Linien: Air, Earth und GT-Line
Wer mehr Luxus möchte, kann auf die Linien Air oder Earth upgraden. Hier gibt es Highlights wie die verschiebbaren Rücksitze (16 cm Verschiebeweg), die den EV2 zum variablen Lademeister machen. Die GT-Line (ab Sommer 2026 verfügbar) bringt zudem 19-Zoll-Felgen, ein sportlicheres Interieur und die volle Vernetzung inklusive KI-Assistent.
Fazit und Markteinschätzung
Der Kia EV2 könnte der erhoffte Wendepunkt für die Marke im Volumensegment sein. Mit 26.600 Euro ist er zwar kein „Billigauto“, bietet aber für diesen Preis eine Verarbeitungsqualität und Technik, die man sonst eher eine Klasse höher findet. Besonders die 7-Jahres-Garantie bleibt ein unschlagbares Argument für Privatkäufer.
Unsere Einschätzung: Der größte Konkurrent ist nicht nur der VW ID.Polo (der wohl noch etwas auf sich warten lässt), sondern auch der Hyundai Inster aus dem eigenen Konzernhaus. Doch der EV2 wirkt erwachsener und langstreckentauglicher.
Ein kleiner Wermutstropfen: Wer das günstigste Modell („Light“) will, muss Geduld haben. Während die besser ausgestatteten Varianten bereits im Frühjahr/Sommer 2026 zu den Händlern rollen, wird das Basismodell voraussichtlich erst ab Oktober 2026 ausgeliefert.
© Text e-news.ch 2026 / © Bild Kia

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