Volkswagen hat sein Einstiegsmodell des ID.4, den Pure, ohne große Show-Effekte grundlegend überarbeitet. Während die Pro-Modelle bereits Ende 2023 das große Hardware-Update erhielten, zieht die Basisversion nun nach und merzt einige der größten Kritikpunkte der ersten Generation aus. Mit einem größeren Akku, einem deutlich stärkeren Motor und der Rückkehr zur haptischen Vernunft am Lenkrad wird der „nackte“ ID.4 attraktiver als je zuvor.
Die Technik: Ein deutlicher Sprung nach vorne
Die wichtigste Neuerung versteckt sich im Unterboden. Der bisherige 52-kWh-Akku (netto) gehört der Vergangenheit an. In der neuen Version des ID.4 Pure verbaut Volkswagen nun eine 58-kWh-Batterie. Was nach einem kleinen Schritt klingt, hat in der Praxis spürbare Auswirkungen auf die Alltagstauglichkeit und die Reichweite.
Parallel zum Akku-Upgrade erhält auch der Motor eine Leistungskur. Statt der bisherigen 170 PS (125 kW) leistet das neue Einstiegsmodell nun 190 PS (140 kW). Dieser Zuwachs sorgt nicht nur für souveränere Beschleunigungswerte, sondern macht den ID.4 Pure zu einem vollwertigen Reisebegleiter, der auch auf der Autobahn weniger angestrengt wirkt.
Cockpit-Revolution: Die Rückkehr der Tasten
In den Foren und Testberichten war die Kritik laut: Die berührungsempfindlichen Touch-Flächen am Lenkrad sorgten oft für Fehlbedienungen und Frust. Volkswagen hat zugehört. Mit dem aktuellen Update verabschiedet sich der ID.4 Pure von den „Slider-Flächen“ und kehrt zu klassischen, physischen Tasten am Lenkrad zurück. Diese bieten ein klares Druck-Feedback und lassen sich blind bedienen – ein massiver Gewinn für die Ergonomie und die Sicherheit während der Fahrt.
Darüber hinaus profitiert auch die Software: Das neue Infotainment-System (Version 5.0/5.2) läuft auf dem 12,9-Zoll-Display flüssiger und intuitiver als die oft kritisierte Vorgängerversion.


Der direkte Vergleich: Alt vs. Neu
| Merkmal | VW ID.4 Pure (Alt) | VW ID.4 Pure (Update 2026) |
| Batteriekapazität (netto) | 52 kWh | 58 kWh |
| Max. Leistung | 125 kW (170 PS) | 140 kW (190 PS) |
| Reichweite (WLTP) | ca. 364 km | ca. 436 km |
| Beschleunigung (0-100 km/h) | 9,0 s | 8,5 s |
| Lenkrad-Bedienung | Touch-Slider | Physische Tasten |
| Infotainment-Display | 12,9 Zoll | 12,9 Zoll |
| DC-Ladeleistung | bis zu 115 kW | bis zu 145 kW |
Preis und Markteinschätzung
Trotz der technischen Aufwertung bleibt der ID.4 Pure preislich in Schlagdistanz. Der Listenpreis startet bei etwa 40.580 €. Durch aktuelle Aktionsprämien und Händlerrabatte, die im Jahr 2026 oft großzügig ausfallen, ist das Modell faktisch für viele Käufer bereits unter der 35.000-Euro-Marke zu finden. Damit positioniert VW den ID.4 Pure als starken Konkurrenten zu Modellen wie dem Tesla Model Y (Hinterradantrieb) oder dem Hyundai IONIQ 5.


Fazit
VW hat beim ID.4 Pure an den richtigen Stellschrauben gedreht. Das Update ist mehr als nur eine Modellpflege; es ist eine Korrektur. Mit dem 58-kWh-Akku und den 190 PS verschwindet das Gefühl, nur das „Sparmodell“ zu fahren. Die Rückkehr zu echten Tasten zeigt zudem, dass Kundenfeedback in Wolfsburg wieder ernst genommen wird.
Wer ein solides, geräumiges und nun auch technisch ausgereiftes Elektro-SUV sucht, findet im aktualisierten Pure den wohl vernünftigsten Einstieg in die ID-Welt.
© Text e-news.ch 2026 / © Bild Volkswagen Group

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