Der neue VW ID.CROSS (2026): Volkswagens Angriff auf die elektrische Kompaktklasse

Lange wurde spekuliert, nun lässt Wolfsburg die Hüllen fallen: Der VW ID.CROSS steht in den Startlöchern. Als SUV-Bruder des kommenden ID. Polo (ehemals ID.2all) soll er die Elektromobilität endlich massentauglich und erschwinglich machen. Wir haben alle Fakten, Preise und erste Fahreindrücke des neuen Hoffnungsträgers zusammengefasst.

Volkswagen meint es ernst. Mit dem ID.CROSS bringt der Konzern im Herbst 2026 ein Fahrzeug auf den Markt, das genau dort ansetzt, wo viele E-Autos bisher scheiterten: beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Basierend auf der neuen MEB+ Plattform, verspricht das Kompakt-SUV viel Platz auf kleiner Grundfläche und eine Rückkehr zu alten Tugenden – wie echten Tasten am Lenkrad.

Die harten Fakten: Technik und Reichweite

Der ID.CROSS wird ausschließlich mit Frontantrieb kommen, was die Kosten senkt und Platz im Heck schafft. VW bietet zum Marktstart verschiedene Batteriegrößen und Leistungsstufen an:

FeatureBasis-ModellTop-Modell (Long Range)
Batteriekapazitätca. 37 kWh (LFP)52 kWh (NMC)
Leistung85 kW (115 PS)155 kW (211 PS)
Reichweite (WLTP)ca. 290 – 310 kmbis zu 436 km
Ladeleistung (DC)bis zu 90 kWbis zu 130 kW
Ladedauer (10-80%)ca. 28-30 minca. 24-27 min
Höchstgeschwindigkeit160 km/h175 km/h

Für Sport-Fans ist zudem bereits ein ID.CROSS GTI mit 166 kW (226 PS) in der Pipeline, der den Sprint von 0 auf 100 km/h in unter sieben Sekunden absolvieren soll.

Maße und Platzangebot: Außen klein, innen oho!

Mit einer Länge von knapp 4,16 Metern ist der ID.CROSS etwa so groß wie ein aktueller T-Cross, übertrifft diesen aber beim Radstand deutlich. Das Ergebnis? Ein Innenraum, der sich fast nach VW Golf anfühlt.

  • Länge: 4.153 mm
  • Breite: 1.794 mm (ohne Spiegel)
  • Höhe: 1.581 mm
  • Kofferraum: Stolze 450 Liter (erweiterbar durch Umklappen).
  • Frunk: Ja, unter der Fronthaube gibt es ein 25-Liter-Fach für die Ladekabel – in dieser Klasse keine Selbstverständlichkeit!

Interessantes Detail: VW hört auf die Kunden. Im Cockpit gibt es ein 13-Zoll-Display, aber – Trommelwirbel – wieder physische Tasten für die Klimasteuerung und ein beleuchteter Lautstärkeregler. Auch die berüchtigten Slider am Lenkrad sind Geschichte.

Wie schlägt sich der ID.CROSS? Erste Test-Eindrücke

Erste Prototypen-Fahrten (u.a. durch den ADAC) zeichnen ein vielversprechendes Bild. Das Fahrwerk ist VW-typisch neutral und komfortabel abgestimmt. Trotz des Frontantriebs wirkt das Auto agil und die Lenkung angenehm direkt.

Ein kleiner Kritikpunkt in der Vorserie: Die Windgeräusche ab 80 km/h waren noch deutlich vernehmbar. VW betont jedoch, dass die Türdichtungen bis zum Serienstart im Herbst noch finalisiert werden. Ein echtes Highlight ist die Ladekurve: Dank der MEB+ Plattform hält der ID.CROSS seine maximale Ladeleistung sehr lange, was die Pausen an der Schnellladesäule angenehm kurz macht.

Preise und Verfügbarkeit

Das wichtigste Argument ist der Preis. Volkswagen peilt einen Einstiegspreis von rund 28.000 Euro (Basis Akku ca. 37 kWh LFP) an. Wieviel Reichweite der kleine Akku im Winter tatsächlich haben wird, werden dann die Tests zeigen. Damit liegt er zwar über dem versprochenen 25.000-Euro-Einstieg des ID. Polo, bietet aber deutlich mehr Nutzwert und den beliebten SUV-Look.

  • Vorstellung der Serienversion: Sommer 2026
  • Marktstart: Herbst 2026
  • Reservierung: Voraussichtlich ab Sommer möglich.

Fazit:

Der VW ID.CROSS könnte der „elektrische Käfer“ der Neuzeit werden – zumindest im SUV-Segment. Er korrigiert viele Fehler der ersten ID.-Generation (Software, Materialien, Ergonomie) und bietet ein stimmiges Paket für Familien und Pendler.

© Text e-news.ch 2026 / © Bild Volkswagen Group

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